50 Jahre Engagement – Schachverein Hattingen ehrt Robert Porbeck

Am Rande des Hattingen Open 2004 ehrte der Schachverein Hattingen ein Mitglied, das wie kaum ein anderes für Treue, Einsatz und Vorbild steht: Robert Porbeck wurde für seine 50-jährige Vereinszugehörigkeit gewürdigt – ein halbes Jahrhundert voller Leidenschaft für das königliche Spiel.

Robert Porbeck prägte den Verein über Jahrzehnte hinweg – nicht nur als Spieler, sondern auch in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen, zuletzt als Ehrenvorsitzender. Seine offene Art, sein Engagement im Hintergrund und seine Verlässlichkeit machten ihn zu einer prägenden Figur des Vereinslebens. Die Jubiläumsveranstaltung war daher nicht nur eine Ehrung, sondern ein Dankeschön aus dem Herzen der Schachgemeinschaft.

Ein Turnier mit nationaler Strahlkraft

Zu Ehren des Jubilars organisierte der Schachverein ein hochkarätig besetztes Schachturnier, das viele ehemalige Mitglieder aus ganz Deutschland zurück nach Hattingen brachte. Die Idee: persönliche Verbundenheit, sportlicher Wettstreit – und ein Zeichen für die Kraft von Vereinstreue und Freundschaft.

Die Teilnehmerliste las sich wie ein kleines „Who’s Who“ des Schachsports, hier die Sieger:

  • GM E. Schaposchnikov (Russland) – Turniersieger
  • GM Daniel Fridman (Lettland) – Platz 2
  • IM Karl-Heinz Podzielny (Deutschland) – Platz 3
  • GM Alexander Berelovisch (Ukraine)

Den lokalen Sieg errang Bernd Bötzel, der sich mit starker Leistung unter den Titelträgern behaupten konnte.

 

Höhepunkt: Besuch von Großmeister Lothar Schmid

Ein ganz besonderer Gast war GM Lothar Schmid, Schiedsrichter der legendären Weltmeisterschaft Fischer–Spassky 1972 in Reykjavik und eine Schachikone ersten Ranges. Obwohl er seit Jahren kein Turnier mehr gespielt hatte, ließ er sich von der Idee eines „Neustarts“ begeistern und absolvierte in Hattingen eine beeindruckende Simultanveranstaltung– souverän und publikumsnah wie eh und je.

Vor dem Simultan begeisterte er das Publikum mit einem Vortrag über den WM-Kampf Fischer–Spassky, in dem er nicht nur spannende Details, sondern auch diplomatische Hintergründe eines der geschichtsträchtigsten Schachduelle der Weltgeschichte schilderte.

Ein Fest der Begegnung

Neben dem sportlichen Wettstreit war die Veranstaltung vor allem eins: ein Fest der Begegnung. Alte Weggefährten tauschten Erinnerungen aus, neue Freundschaften wurden geschlossen, und die Stadt Hattingen brachte sich in die Veranstaltung ein. Höhepunkt war dann der Festabend mit einer Laudatio für Robert Porbeck in der Schulenburg, wo die Veranstaltung statt fand.

Auch Bürgermeister Dieter Liebig sowie zahlreiche Vertreter des Schachbundes NRW, darunter Präsident Dr. Hans-Jürgen Weyer, würdigten den Einsatz von Robert Porbeck und unterstrichen die Bedeutung von Vereinskultur für das gesellschaftliche Miteinander.

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